Niederschläge seit Mitte August konnten das Defizit der heissen Sommermonate nicht ausgleichen. Besonders Felder mit starkem Rüsslerbefall sind beeinträchtigt. Zwar stieg der erwartete Rübenertrag gegenüber der zweiten Rodung um 16,6 t/ha in der Region West und 17,4 t/ha in der Region Ost (wobei die Handrodung erfahrungsgemäss 15 bis 20 % über der maschinellen Ernte liegt). Dieser Mengenzuwachs wird jedoch durch eine teils deutliche Abnahme der Zuckergehalte nahezu aufgehoben. Zudem erschweren trockenheitsbedingte hohe Amino-N-Gehalte die Kristallisation, was zu höheren Zuckerverlusten in der Melasse führt. Entsprechend liegen die erwarteten Zuckererträge pro Hektar deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.
Meldung von Totalausfällen und Kampagnenstart
In der Westschweiz rechnet die Schweizer Zucker AG derzeit mit Totalausfällen auf rund 400 bis 800 Hektaren. Pflanzerinnen und Pflanzer werden aufgerufen, solche Ausfälle sowie allfällige Fäulnis umgehend zu melden, um die Logistikplanung zu optimieren. Bis Ende Oktober wird empfohlen, die Rüben möglichst nah am Verladetermin zu roden, da sie im Boden besser lagern. Die Bio-Kampagne in Frauenfeld ist bereits am 11. September erfolgreich gestartet. Die konventionelle Kampagne beginnt am 23. September in Aarberg und voraussichtlich am 24. September in Frauenfeld. Aktuelle Infos gibt es laufend über die BetaSwiss-App.