Rückblick: Tödliche Landwirtschaftsunfälle 2025

Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 22 tödliche Personenunfälle im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten registriert. Die Zahlen stammen aus einer Auswertung von Medien- und Polizeiberichten durch die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) und agriss.

Kollisionen mit entlaufenen Kühen führten am 12. November 2025 auf der Route de la Gruyère bei La Roche (FR) zu zwei Unfällen: Ein 70-jähriger Autofahrer blieb unverletzt, ein 17-jähriger Motorradfahrer wurde schwer verletzt. (Bild: Kapo FR)

Kollisionen mit entlaufenen Kühen führten am 12. November 2025 auf der Route de la Gruyère bei La Roche (FR) zu zwei Unfällen: Ein 70-jähriger Autofahrer blieb unverletzt, ein 17-jähriger Motorradfahrer wurde schwer verletzt. (Bild: Kapo FR)

Damit liegt die Zahl um drei Todesfälle unter dem Vorjahr (2024: 25), jedoch weiterhin deutlich unter dem langjährigen Mittel von 28 tödlichen Unfällen pro Jahr (2016–2025). 17 der tödlichen Unfälle ereigneten sich bei arbeitenden Personen während landwirtschaftlicher Tätigkeiten. Zudem kam ein Kind ums Leben, bei fünf weiteren Ereignissen waren Drittpersonen betroffen. Die Auswertungen zeigen weiterhin, dass es jährlich zu zahlreichen schweren – teils lebensverändernden – Unfällen in der Landwirtschaft kommt.

Forst- und Maschinenarbeiten besonders unfallträchtig

Ein Schwerpunkt der tödlichen Unfälle lag 2025 erneut im Bereich der Forstarbeiten. Vier Personen wurden bei Holzerntearbeiten durch Stämme oder Baumteile tödlich verletzt. Weitere Unfälle ereigneten sich unter anderem durch Umstürze von Fahrzeugen, Stürze von Maschinen, das Eingeklemmtwerden bei Arbeiten sowie durch Abstürze in Gebäuden oder von Heukranen.

Drittpersonen und häufig ältere Personen betroffen

Mehrere tödliche Unfälle betrafen Personen ausserhalb der landwirtschaftlichen Betriebe, darunter Kollisionen zwischen Traktoren und Verkehrsteilnehmenden sowie Unfälle bei Viehtrieb oder Reparaturarbeiten. Das Alter der Verunfallten reichte von 8 bis 91 Jahren. Sieben der tödlich verunglückten Personen bei landwirtschaftlichen Arbeiten waren über 65 Jahre alt.

Prävention im Fokus 2026

Der landwirtschaftliche Arbeitsalltag ist mit vielfältigen Risiken verbunden. Unfallanalysen zeigen, dass Gefahren häufig unterschätzt oder bewusst in Kauf genommen werden. Die Präventionskampagne «Risiko runter!» setzt hier an und sensibilisiert für Risiken, die im Alltag leicht übersehen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt 2026 ist die konsequente Umsetzung von Schutzmassnahmen nach dem STOP-Prinzip: Substitution, Technische Massnahmen, Organisation und personenbezogene Massnahmen. Ziel ist es, erkannte Risiken systematisch zu beurteilen und wirksame Massnahmen nachhaltig umzusetzen.

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