Die Warnlampen blinken orange – jetzt muss es Rot werden für digiFLUX!

Die WAK-S hat mit ihrem Entscheid zu digiFLUX ein falsches Signal gesetzt: Statt die überbordende Bürokratie zu stoppen, versteckt sich die Kommission hinter Enthaltungen und lässt die Landwirtschaft sowie das landwirtschaftsnahe Gewerbe mit einem unausgereiften Kontrollinstrument im Stich. Nun ist das Parlament gefordert, Verantwortung zu übernehmen und die Schweiz zu stärken.

Moderne und präzise Pflanzenschutz-Technik, wie dieses Düsenmodul mit Spot-Spraying-Adapter, ist längst Realität auf dem Feld. (Bild: Kirsten Müller)

Moderne und präzise Pflanzenschutz-Technik, wie dieses Düsenmodul mit Spot-Spraying-Adapter, ist längst Realität auf dem Feld. (Bild: Kirsten Müller)

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates (WAK-S) beantragt mit einem unsicheren Votum von 5 zu 3 Stimmen bei 5 Enthaltungen, sowohl der parlamentarischen Initiative Stark 25.451 als auch der identischen Berner Standesinitiative 25.305 keine Folge zu geben. Aus Sicht der IG BauernUnternehmen und des Verbands Lohnunternehmer Schweiz ist besonders stossend, dass dieser Entscheid von einer aussergewöhnlich hohen Zahl an Enthaltungen begleitet wird.


Administration schafft Bürokratiemonster

Für die IG BauernUnternehmen und den Verband Lohnunternehmer Schweiz ist digiFLUX zum Symbol dafür geworden, wie aus einem politischen Auftrag ein bürokratisches Monster gemacht wurde, das weit über eine vernünftige und praxistaugliche Umsetzung hinausgeht. Landwirtschaftliche Betriebe, Lohnunternehmen und zahlreiche KMU stehen unter erheblichem Kosten- und Regulierungsdruck. Zusätzliche Datenerfassungen, Doppelspurigkeit und wiederkehrende administrative Pflichten entziehen den Betrieben Zeit, Geld und Energie – Ressourcen, die im Feld, im Stall, in den Werkstätten und entlang der gesamten Wertschöpfungskette benötigt werden.


Gefahr für die Versorgung

Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die Betriebe, sondern auch die Ernährungsversorgung der Schweiz. Wenn die inländische Produktion laufend durch neue administrative Hürden geschwächt wird, sinkt die Fähigkeit des Landes, sich aus eigener Kraft zu versorgen. Die Selbstversorgung der Schweiz liegt heute nur noch bei knapp 50 Prozent. Gerade deshalb wäre ein klares politisches Korrektiv dringend nötig gewesen. 

Samuel Guggisberg, Präsident IG BauernUnternehmen, sagt dazu: 


«Das Abstimmungsverhalten der WAK-S ist ein Armutszeugnis. Viele Enthaltungen bedeuten: Man kennt die Probleme von digiFLUX, scheut aber den klaren Entscheid zugunsten der Praxis. Diese Verwaltungsbürokratie droht, unsere Landwirtschaft Schritt für Schritt kaputt zu machen – und damit auch die Ernährungsversorgung der Schweiz, die heute nur noch bei knapp 50 Prozent liegt.»

 

Forderung der Verbände

Der Verband Lohnunternehmer Schweiz und die IG BauernUnternehmen fordern gemeinsam, dass die Anliegen der Praxis im weiteren parlamentarischen Prozess ernst genommen werden. Die parlamentarische Initiative Stark, die Berner Standesinitiative sowie die weiteren kantonalen Vorstösse zeigen auf, wie die Mitteilungspflichten auf ein vernünftiges, zweckmässiges und praxistaugliches Mass zurückgeführt werden können.
Die Landwirtschaft nimmt ihre Verantwortung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wahr und liefert bereits heute umfangreiche Daten. Es braucht jetzt keine weitere administrative Aufblähung, sondern einen klaren politischen Entscheid gegen unnötige Bürokratie. Wer die einheimische Landwirtschaft stärken und die Versorgung des Landes sichern will, muss der Überregulierung endlich Grenzen setzen.

 

 

Kontakt für Medienanfragen

  • IG BauernUnternehmen
    Samuel Guggisberg, Präsident, 079 694 66 74, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

  • Verband Lohnunternehmer Schweiz
    Kirsten Müller, Geschäftsführerin, 079 856 91 20, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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